px  
   Die Rietzler-Gruppe
    Umwelt ist unsere Stärke
px Logo
  px  
px
     Unternehmen

R & H mit neuem Niederlassungsstandort im südbayerischen Raum
Die Rietzler-Gruppe erzeugt ihren eigenen Strom
3. Platz für die UGN-Umwelttechnik beim ersten Thüringer Umweltpreis
"Alte Lasten – Neue Energien"
Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht zur Energietour bei UGN Umwelttechnik GmbH

px
balken
px   px
px Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht zur Energietour in UGN Umwelttechnik Gera GmbH (aus www.gera.de, 25.07.2011)

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht besuchte am 25. Juli im Rahmen ihrer Sommertour die Firma UGN Umwelttechnik Gera GmbH. Herzlich begrüßt wurde sie von Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm und UGN-Geschäftsführer Herbert Zölsmann.

Filter von der Firma UGN-Umwelttechnik GmbH im Gewerbepark in der Keplerstraße 20 in Gera werden zur Fußball-Europameisterschaft im nächsten Jahr in Polen für gute Luft im Warschauer Zentralstadion sorgen. Technik aus der Geraer Firma ist in Dubai, Österreich, in der Schweiz, in den Niederlanden, Polen, Brasilien oder Ungarn präsent. In der Healthcare City (Gesundheitszentrum) von Dubai arbeiten seit 2007 als Referenzprojekt bereits zwei Biofiltermodulsysteme an einer Abwasserpumpstation zur Reinigung belasteter Abluft. Auch in Gera betreibt UGN seit der BUGA 2007 im Hofwiesenpark ein Abluftsystem, das Geruchsbelästigungen durch das Regenrückhaltebecken oder die unterirdisch verlaufende städtische Entwässerung verhindert.

Das kleine Unternehmen entwickelt seit seiner Gründung im Jahr 2002 Produkte zur Abluft- und Biogasreinigung. Eine Nische am Markt, die ausgebaut werden soll. Biogas stinkt nicht. Wenn es zu Geruchsbelästigungen kommt, ist die Anlage undicht oder es liegt an den Substraten, die eingebracht werden bzw. die übrig bleiben. Die Firma bietet Lösungen an, um diese Geruchsbelästigungen von vornherein auszuschließen oder diese zu beseitigen. Neben den Schwerpunktgeschäftsfeldern biologische Abluftreinigung und Biogasentschwefelung beschäftigt sich die Firma mit der Entwicklung und Herstellung von Biofiltern und Hybridfiltern zur Minderung von Gerüchen und auftretenden Korrosionen in Kanal- und Abwasseranlagen sowie mit der Behandlung schadstoffbelasteter Abluft aus Industrieanlagen. Zum Service von UGN gehören neben modernsten Lösungen aber auch die Messungen, Analysen und die Fehlersuche als Voraussetzung für die Beseitigung von umwelt- und gesundheitgefährdender Luft wie auch die Optimierung von Biogasentschwefelungsanlagen. Dazu wurde transportable Messtechnik im Wert von zirka 25.000 Euro angeschafft. Bedient wird sie von erfahrenen Fachingenieuren und Fachkräften, die sich ständig auf dem neuesten Stand der Technik, Technologie und Verfahren fortbilden. Geschäftsführer Herbert Zölsmann ist stolz auf die gute Atmosphäre in seinem Team, die er als unbedingte Voraussetzung für schöpferische Arbeit wertet. Diese wäre auch notwendig, um sich immer wieder auf die vielschichtigen Probleme der Kunden einzustellen und sie in der Praxis zu lösen. Dazu gehört aber ebenso eine enge Zusammenarbeit mit Instituten und Hochschulen wie dem Textilforschungsinstitut Chemnitz, dem Frauenhofer-Institut oder der Fachhochschule Jena.

So wurde in Kooperation mit der Wissenschaft zum Beispiel gemeinsam ein Verfahren zum Abbau cyanidhaltiger Ablüfte, die u.a. in der textilverarbeitenden Industrie beim Verbund von Stoffen mit Schaumstoffen entstehen, entwickelt. UGN ist Lieferant der notwendigen Filtertechnik. Im Jahr 2007 entwickelte die Firma ein modifiziertes Granulat zu Verwendung bei der Gas- und Luftreinigung auf der Basis von Papierfaser und Zuschlagstoffen und meldete dazu ein Patent an. Seit dem Jahr 2010 kann die Firma auch die wechselseitigen Vorteile des Verbundes mit der Rietzler-Gruppe nutzen. Gemeinsam mit der Landesentwicklungsgesellschaft hat UGN im Mai den deutschlandweiten Verein geco-dialog ins Leben gerufen. Sitz ist Gera. Thema, wie könnte es anders sein, sind Geruch und biogene Korrosion.

Die bisherige Bilanz des Geraer Unternehmens sei gut: Waren im Jahr 2003 vier Mitarbeiter in der Firma tätig, sind es heute bereits 14. Der Umsatz habe sich von 150.000 Euro im Jahr 2003 auf geplante 900.000 Euro in diesem Jahr entwickelt. Wurden in den Jahren 2002/2003 vier Produktgruppen angeboten, seien es heute bereits 10. Und es gebe sogar eine Reihe eigener Gebrauchsmuster bzw. Patente. Ganze 90 Prozent des Umsatzes realisiere die Firma in Europa, 10 Prozent im übrigen Ausland.

Derzeit läuft direkt vor der eigenen Haustür, im Hof der Firma, eine Probephase für das neueste Projekt. UGN sei derzeit der einzige Hersteller für ein neuartiges Filtermaterial. Die braunen Pellets sehen unspektakulär aus, hätten aber eine große Wirkung. Sie seien ein preiswerter Ersatz für Aktivkohle und würden hinsichtlich der Suche nach alternativen Energietechnologien Wachstumspotenzial am Markt versprechen. Biogasanlagen könnten durch den Einsatz des neuen Filterstoffes ihre Betriebskosten optimieren. Abluft und Gas würden mittels chemisch-biologischer Verfahren behandelt und Gerüche und Schadstoffe über das mikrobiologisch besiedelte Granulat beseitigt. Theoretisch könnte die Firma bis 4.000 Tonnen Granulat im Jahr herstellen. Derzeit läuft noch der Test. Auch an zwei EU-Forschungsprojekten arbeitet UGN mit: An der Entwicklung einer energetischen Verwertung des bei der Herstellung von Olivenöl entstehenden Abfallproduktes, dem so genannten Olivenkuchen, sowie an der Entwicklung einer geruchsfreien und den Ansprüchen einer Wassertoilette genügenden Trockenklosetts mit biologischer Aufbereitung der Reststoffe für wasserarme und unzugängliche Regionen.

 

px